Es tut ein bisschen weh, vom wunderschönen "The Bayview" Abschied zu nehmen. Es war eine tolle Zeit hier. Aber der Zeitpunkt ist schon der Richtige. Es ist ein Sturm angesagt, der sich gegen heute abend der Küste entlang austoben soll. Also machen wir uns lieber auf den Weg ins Landesinnere.
Vorher wollen wir uns aber noch das bekannte Lighthouse im Süden von Mount Desert Island anschauen. Wir sind früh unterwegs und kommen problemlos durch den Verkehr. Diese Insel ist einfach wunderschön. Man könnte alle paar Minuten anhalten und fotografieren.
Beim Leuchtturm klettern wir über die Klippen und finden eine tolle Perspektive, um zu fotografieren. Zugegeben, man hat sich diese Sehenswürdigkeit etwas grösser vorgestellt, aber er schaut doch ganz nett aus.
Nun steht uns die vierstündige Fahrt in die White Mountains bevor. Die Landschaft verändert sich mit jeder Stunde merklich. Von wildromantisch am Meer zur grünen Wald- und Hügellandschaft von New Hampshire. Je näher wir unserem Tagesziel Jackson kommen, desto höher werden die Hügel. Irgendwann können wir den Mount Washington dann auch sehen, welcher mit 1917m der höchste Berg des Nordostens der USA ist. Nicht mal 2000m, möchte man als Schweizer denken... aber der Berg ist tatsächlich beeindruckend. Wir finden schnell ein Hotel in Jackson und scheinen wieder ein glückliches Händchen gehabt zu haben. Das "Inn at Jackson" ist ein charmantes Bed&Breakfast, unser Zimmer allerliebst romantisch. Eigentlich ist das nicht so unser Ding... aber hier passt es einfach! Wir geniessen es jedenfalls und freuen uns darauf, uns nach der langen Fahrt auf diesem schönen Bett auszuruhen.
Unser Dinner im örtlichen Steakhouse war sehr unterhaltsam und so richtig typisch amerikanisch. Das Restaurant war proppenvoll, wir mussten etwa 20 Minuten warten. Man wird mit einem Buzzer ausgerüstet, der surren wird, sobald ein Tisch bereit ist. Also setzen wir uns an die Bar, trinken ein Bierchen und schauen ein bisschen US-Open auf einem der 32 Plasma-Bildschirme mit 72cm Bildfläche ;-) Das Surren erschrekt die ganzen Gäste an der Bar, so laut ist es. So richtig erstaunlich wird es dann aber, als wir zu unserem Tisch geführt werden. Der Ess-Saal gleicht von der Grösse her einer Turnhalle und 99% der Anwesenden sind Familien mit 3-6 Kindern! Wir kommen an ein paar Tischen vorbei, an welchen keine Leute mehr sitzen, sondern nur noch das, was sie zurückgelassen haben. Berge von Tellern, Gläsern, Servietten, leeren Ketchup-Flaschen... Wir brauchen einen Moment, um uns anzuklimatisieren. Markus meint, das passe schliesslich zu unserem Familien-Wagen. Also stellen wir uns auf einen Familien-Abend ein! Schlussendlich esse ich meine Baby-Back-Ribs mit Genuss und Markus verdrückt ein saftiges Angus-Steak! Welcome in America!





Ihr habt Euch ja süsse Hotels/Zimmers ausgesucht. Traumhafte Gegend. Christine
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