Sonntag, 5. September 2010

Weiter nach Vermont

Von den White Mountains geht es heute weiter in die Green Mountains. Wir stärken uns beim gemütlichen Frühstück also wieder für die längere Fahrt und sagen Jackson "Bye-Bye". Das Wetter ist auch heute eher durchzogen. Es hat Wolken und ist immer noch frisch. Genau richtig für einen Reisetag.

Auf der Fahrt durch Conway halten wir beim nostalgischen Bahnhof an und haben Glück, dass die alte Diesel-Lok gerade bereit zur Abfahrt steht.




Wir fahren erst noch südlich durch New Hampshire, das uns wirklich sehr gut gefällt. Die Landschaft ist so abwechslungsreich, weil sie immer wieder von hübschen Dörfern und kleinen oder auch großen Seen mit Inseln darin gespickt ist. Einer davon ist der Lake Winniepesaukee, den wir uns von oben anschauen wollen. Der Reiseführer empfiehlt dazu das "Castle in the Cloud", ein rustikales Restaurant auf 230m Höhe über dem Seespiegel. Die Aussicht ist traumhaft. Wir trinken gemütlich einen Kaffee, fahren weiter nach Meredith und wechseln dann auf den Highway 4 Richtung Westen zur Staatsgrenze zu Vermont.

Ich hätte es nicht gedacht, aber man merkt jeweils sofort, dass man in einem anderen Bundesstaat ist. Hier in Vermont sind die Häuser anders, ländlicher. Es scheint uns auch ein bisschen weniger gepflegt zu sein, sogar fast ein bisschen heruntergekommen. Auch die Landschaft ist eintöniger, denn sie beschränkt sich auf Dörfer und Wälder. Am Strassenrand werden häufig Antiquitäten angeboten, manchmal in kleinen Shops, oft aber auch einfach vor dem Haus oder in der Garage. Wir durchqueren das schmale Land von Osten nach Westen und vermuten, das es auf der anderen Seite etwas "zivilisierter" wird. Tatsächlich: je näher wir Manchester, unserem Tagesziel, kommen desto belebter wird die Umgebung.

Wir haben uns nochmal ein Inn ausgesucht: Das Barnstable Inn. Von aussen hat es schon so toll ausgesehen, aber die Besitzer waren gerade nicht da. Wir mussten eine halbe Stunde warten, bis wir wussten, dass wir ein Zimmer bekommen und bis wir das Ganze auch von innen anschauen konnten. Aber das Warten hat sich gelohnt.



Den Mexikaner, den wir eigentlich fürs Dinner vorgesehen hatten, haben wir nicht auf Anhieb gefunden. Spontan halten wir bei einem Lokal an, das von aussen schon interessant aussieht. Tatsächlich ist es was ganz besonderes. Man diniert inmitten von Antiquitäten, welche hier nebst Holzofenpizza und türkischen Spezialitäten zum Verkauf angeboten werden. Ein tolles Konzept, wir sind begeistert!

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