Über die spezielle Atmosphäre der Country Inns in Neuengland haben wir viel gelesen. Vorallem auch im Reisebericht von Franziska und Jürg, den wir immer wieder gerne zu Rate gezogen haben. Oft habe ich (dank i-Pad sogar während der langen Auto-Fahrten) Markus daraus vorgelesen und wir haben uns amüsiert ob der Vorstellung, wie Franziska sich über Blümchentapeten und Kamin im Zimmer freut, während Jürg sich überlegt, wie er wieder auf das hohe Bett kommen soll :-) Vielen Dank und einen lieben Gruss an dieser Stelle an die beiden! Auch wir haben einen (elektrischen) Kamin im Zimmer und ins und aus dem Bett zu steigen ist immer eine Herausforderung! Wenn man auf dem Bettrand sitzt baumeln die Füsse jedenfalls noch in der Luft... Zum Frühstück wird man bedient, nur Kaffee und Saft gibt's vom Buffett. Markus kriegt wie bestellt seine Eggs mit Broccoli und ich einen feinen Blueberry-Pancake.... Mmhhh! Die selbstgebackenen Zucchini-Chocolate-Muffins nehmen wir mit auf den Weg.
Der Plan heute: Gipfel des Mount Washington! Noch offen: selber fahren (und einen Kleber "this car climbed Mt. Washington" angebracht bekommen) oder mit der "cog", der ältesten Zahnradbahn der Welt, hochzufahren. Markus wäre für Letzteres, was mir aber nicht so geheuer ist. Diese Bahn kriecht mit teilweise 37 Grad Steigung auf den Berg!! Wir beschliessen, uns das erst mal genauer anzusehen. Bei der Fahrt aus Jackson raus kann ich gleich noch die wunderschöne Covered Bridge knipsen, die den Dorfeingang ziert.
Auf der malerischen Crawford Notch Road (302) fahren wir direkt in die White Mountains hinein. Spontan halten wir an einem kleinen See, denn die Kulisse mit Berg, Wald und blauem Himmel ist ein Foto wert. Während Markus den besten Aussichtspunkt sucht, beobachte ich die süße Entenfamilie im See. Plötzlich sehe ich am linken Ufer einen Elch durchs Wasser waten. Ausser mir scheint es noch niemand bemerkt zu haben und ich schaue noch mal hin! Doch, es ist tatsächlich ein Elch. Ich gebe Markus ein Zeichen, und er kann ein paar Bilder schiessen. Kurz darauf entdecken die anderen Touristen den hübschen Besucher und die Kinder rennen auf ihn zu. Da ergreift er natürlich die Flucht... das war's! Aber wir haben ja ein Foto ;-)
Ein paar Kilometer weiter in Bretton Woods erscheint erhaben und prächtig, wie im Reiseführer beschrieben, rechter Hand das Mount Washington Resort. Das 1902 eröffnete Hotel wurde nach dem zweiten Weltkrieg bekannt, als namhafte Politiker hier den Internationalen Währungsfonds gründeten und der US-Dollar als Leitwährung festgelegt wurde. Das heutige Four-Seasons-Haus liegt wunderschön am Fuss des Mt. Washington, dessen Spitze heute von dicken Wolken bedeckt ist. Wir sehen die steile Bahn, sie führt direkt in die Wolken. Optimistisch hoffen wir auf einen Windstoss, der sie wegbläst und schauen uns inzwischen das eigentliche Skigebiet von Bretton Woods an. Mit einem Zweiersessel fahren wir hoch und sehen künstlich angelegte Pisten und etliche Vorrichtungen für Schneekanonen von oben. So macht man das hier in Amerika.
Vom Gipfel können wir den berühmten Berg und das Resort schön sehen. Die Wolken sind aber immer noch da, trotz des frischen Windes, der inzwischen eingesetzt hat. Nach dem Lunch im Bergrestaurant wandern wir gemütlich zurück zum Auto.
Wir verschieben die Bergerklimmung erstmal und fahren über das Franconia Notch (= Tal). Allein hier gäbe es genügend Stopps für einen ganzen Tag einzulegen. Alle paar Kilometer stehen Hinweisschilder an der Strasse.
Wir halten bei Le Basin und verbringen eine Stunde in diesem Märchenwald mit dem idyllischen Bächlein.
Über den Kangamasus Pass fahren wir wieder Richtung Jackson zurück, natürlich nicht ohne auf der Passhöhe ein paar schöne Fotos zu schiessen.
In Conway soll es eine Mall mit Outlet-Läden geben, das lassen wir uns nicht entgehen. Wir sind überrascht wie gross und kundenfreundlich die vielen Läden sind und die Qualität der Ware macht einen super Eindruck. Wir geben uns der Kauflust hin und kommen mit einigen Taschen zurück.
Ein weiteres typisches Amerika-Dinner im Pizza-Hut bildet den Abschluss dieses erlebnisreichen Tages.






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